
Wirkungen sichtbarer Strahlung II
Bewertung der Untersuchungsergebnisse
Neben den von den Lichtquellen emittierten Spektren, sowie humanbiologisch be-
dingten Parametern, wie der Trübung der Augenlinse oder des Glaskörpers sind fol-
gende Parameter von entscheidender Bedeutung zur Bewertung des "circadianen"
Einflusses von Beleuchtungssituationen:
● Anzahl und Position der Leuchten
● Beleuchtungsstärke am Auge in Hauptblickrichtung
● Scheinbare Größe der Lichtaustrittsfläche
● Lichtverteilung im Raum
● Reflexionsgrade der Raumbegrenzungsflächen und des Mobiliars
● Verwendete lichtlenkende Materialien
Um die örtlichen Besonderheiten der Untersuchungsräume zu dokumentieren, wur-
den umfangreiche lichttechnische und spektrale Messungen durchgeführt. In den
lichttechnischen Messlabors wurden Lichtquellen, lichtlenkende Materialien und die
Leuchten ausgiebigen Prüfungen unterzogen.
Weitere wissenschaftliche Zusammenhänge werden in dem Vortrag "Vergleich von
zwei circadianen Modellen im Rahmen des Projektes PLACAR" von R. Kozakov, Q.
Long, H. Schöpp und D. Kunz erläutert.
Schlussfolgerungen
Der differentielle Effekt der Beleuchtung mit den untersuchten Lichtquellen auf Me-
latoninsuppression weist folgende Merkmale auf:
• Beginn der Wirksamkeit bereits nach 10 Minuten
• Keine Adaptation, Zunahme des Effektes mit der Zeit
• Ende des Effektes kurz nach Ende der Lichtexposition
• Der Effekt ist abhängig von Lichtintensität, Lichtrichtung und spektraler
Verteilung
Daher kann der Schluss gezogen werden, dass bereits kurzzeitige Lichtexpositionen
am Abend Physiologie und Verhalten des Menschen beeinflusst.
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